News und Gerüchte


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Beitrag So 19. Jul 2020, 10:06

Re: News und Gerüchte

Insolvenzverfahren Eishockey-Club Charlottenburg Preussen Berlin e.V.

13 Jul., 2020
Sehr geehrte Mitglieder,


mit Beschluss vom 7. Juli 2020 hat das Amtsgerichts Charlottenburg das Insolvenzverfahren über das Vermögen des Eishockey-Clubs Charlottenburg Preussen Berlin e.V. eröffnet. Das Amtsgericht Charlottenburg hat mich zum Insolvenzverwalter bestellt.

Aktuell erarbeiten Präsidium und Vorstand gemeinsam mit mir ein Konzept zur Wiederaufnahme des Trainingsbetriebes Ihres Traditionsvereins. Es ist beabsichtigt, kurzfristig auf der Grundlage dieses Konzepts mit den zuständigen Verbänden Gespräche zur Fortführung des Vereins zu führen. Ziel ist eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der kommenden Saison. Dadurch soll die Grundlage für eine langfristige Fortführung des Vereins geschaffen werden. Dies erfordert neben einer sportlichen und organisatorischen Konzeption auch eine solide Finanzierung eines künftigen Vereinsbetriebes. Ob dies gelingt, kann heute noch nicht sicher gesagt werden. Präsidium und Vorstand arbeiten jedoch mit Hochdruck daran und werden dabei von meinen Mitarbeitern und mir unterstützt.

Bis zum Abschluss unserer Gespräche mit den Verbänden bleiben Spiel- und Trainingsbetrieb – einschließlich des Sommertrainings – für sämtliche Teams ausgesetzt. Selbstverständlich werden Präsidium und ich Sie über den Fortgang und die Ergebnisse unserer Gespräche regelmäßig auf dem Laufenden halten. Spätestens in der letzten Juli-Woche werden wir Sie über die weiteren Entwicklungen unterrichten.

Ich weise darauf hin, dass nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens sämtliche Zahlungen an den Verein nur noch auf das folgende Sonderkonto

Kontoinhaber: RA Schade / ECC Preussen Berlin e.V.

IBAN: DE27100700240805065015

geleistet werden dürfen. Andere Zahlungen, insbesondere auf das Konto des Vereins bei der Berliner Sparkasse, befreien nicht von Leistungspflichten gegenüber der Schuldnerin.

Mit freundlichen Grüßen

Friedemann Schade
Rechtsanwalt

Fachanwalt für Insolvenzrecht

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Beitrag So 19. Jul 2020, 10:10

Re: News und Gerüchte

Auszug aus einem Interview mit dem Präsidenten des Schlittschuhclubs

Samstag, 18.Juli 2020 - 19:00 Uhr

Zur Regio: Klar hätten wir gerne ein Team gestellt, da wir aber ein Beitragsfinanzierter Verein sind, war die Suche nicht so einfach, zudem kam noch Corona.
Wir hatten Bewerbungen von Spielern, es waren aber einfach zu wenige...
Nun stehen die Zeichen aber wieder anders und wir werden wohl ein Team melden.
Einige Leute aus dem Ecc Vorstand baten um einen Termin mit uns, da wir allem gegenüber sehr offen sind, trafen wir uns schon vor Wochen zu intensiven Gesprächen.
Nun kamen sie mit Vorstellungen zu uns und auch wir hatten so unsere Vorstellungen....tja da sah es dann so aus als wenn das unser erstes und letztes Treffen war.
Es kam dann zu weiteren Treffen mit mir und ich denke wir haben alle Ungereimtheiten aus dem Weg geschafft, im Sinne der Sportler.
Jetzt müssen nur noch die Verträge unterschrieben werden....
Und natürlich müssen die anderen Regionalligisten und der Ligenleiter zustimmen, aber da bin ich sehr zuversichtlich.

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Beitrag Fr 24. Jul 2020, 21:29

Re: News und Gerüchte

Sehr geehrte Mitglieder,
ich nehme Bezug auf mein Mitgliederschreiben vom 13. Juli 2020, mit dem ich Sie über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen des Eishockey-Club Charlottenburg Preussen Berlin e.V. informiert habe.
Wie angekündigt, habe ich seither intensive Gespräche mit Präsidium und Vorstand geführt, um ein mögliches Konzept zur Wiederaufnahme des Trainingsbetriebes und zur Teilnahme des Vereins am Spielbetrieb der Saison 2020/2021 zu erörtern. Im Zuge dieser Gespräche ist deutlich geworden, dass der Verein nach den Mitgliederaustritten der jüngeren Zeit nicht mehr über die erforderliche Mitgliederzahl verfügt, um auf dieser Grundlage ein tragfähiges sportliches und wirtschaftliches Konzept zur Wiederaufnahme von Trainings- und Spielbetrieb zu erarbeiten. Eine Fortführung des Vereins kommt vor diesem Hintergrund nicht in Betracht.
Der Sportbetrieb ist eingestellt. Ein Trainingsbetrieb findet nicht mehr statt. Eine Wiederaufnahme des Trainings- und Spielbetriebes zur Saison 2020/2021 erfolgt nicht.
Durch die Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 7. Juli 2020 ist der Verein rechtlich aufgelöst, § 42 Abs. 1 BGB. Dennoch endet Ihre Mitgliedschaft im Verein durch die Eröffnung des Insolvenzverfahrens nicht automatisch, sondern besteht weiter fort. Die nach dem 7. Juli 2020 fällig werdenden Mitgliedsbeiträge schulden Sie jedoch nicht. Eine Erstattung bereits gezahlter Mitgliedsbeiträge erfolgt nicht. Ihre Pflicht zur Zahlung der bis zum 7. Juli 2020 fällig gewordenen Mitgliedsbeiträge, insbesondere auch zur Zahlung von Beitragsrückständen aus den Geschäftsjahren 2019/2020 oder früher bleibt bestehen.
Bitte zahlen Sie alle etwa noch rückständigen Beiträge umgehend, spätestens bis zum 30. September 2020 auf folgendes Sonderkonto:
Kontoinhaber: RA Schade / ECC Preussen Berlin e.V.
IBAN: DE27100700240805065015
BIC: DEUTDEDBBER
Es haben nur noch Zahlungen auf dieses Konto befreiende Wirkung. Zahlen Sie auf ein anderes Konto, insbesondere auf das frühere Sparkassenkonto des Vereins, laufen Sie Gefahr, noch einmal zahlen zu müssen.
Sofern Sie Ihre Mitgliedschaft im Verein beenden wollen, müssen Sie diese kündigen. Für ordentliche Kündigungen gelten die in der Satzung festgelegten Kündigungsfristen. Wenn Sie jetzt eine ordentliche Kündigung aussprechen, schulden Sie ab auch für die Dauer der Kündigungsfrist keine Mitgliedsbeiträge. Wichtig ist jedoch, dass die Kündigung an mich – NICHT mehr an den Verein, das Präsidium oder den Vorstand - geschickt wird. Bitte schicken Sie Ihre Kündigung per E-Mail an
InV.ECC.Preussen@BRL.de
Dies gilt auch für außerordentliche, fristlose Kündigungen aufgrund der dauerhaften Einstellung des Trainings- und Spielbetriebes. Auch solche Kündigungen sind mir unter der oben genannten E-Mail-Adresse zuzustellen. Sie können Ihre Kündigung auch auf dem Postweg an mich übersenden. Bitte richten Sie das Kündigungsschreiben dann an RA Friedemann Schade als InsV des ECC Preussen Berlin e.V., Pariser Platz 4A, 10117 Berlin.
Freigabeerklärungen für die Aufnahme in einen anderen Verein können nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens rechtswirksam nur noch von mir ausgestellt werden. Dies erfolgt auf einfachen, formlosen Antrag per E-Mail an die o.g. E-Mail-Adresse (InV.ECC.Preussen@BRL.de). Die Ausstellung einer Freigabeerklärung erfolgt umgehend. Sie setzt voraus
- eine Kündigung der Mitgliedschaft, die ggf. auch zeitgleich mit der Freigabeanforderung erklärt werden kann (sofern Sie eine Kündigung bereits vor der Eröffnung des Insolvenzverfahrens eingereicht haben, fügen Sie eine Kopie davon bitte als Datei bei);
- eine Übersendung Ihres Spielerpasses, auf dem die Freigabe vermerkt werden kann;
- einen vollständigen Ausgleich ihres Beitragskontos. Weisen Sie dazu bitte die Zahlung des am 15. Mai 2020 fälligen Jahresbetrages bzw. der monatlichen Mitgliedsbeiträge für die Monate Januar bis Juli 2020 nach. Sollten nach meinen Unterlagen Beitragsrückstände für die Zeit vor dem 1. Januar 2020 bestehen, komme ich gesondert auf Sie zu.
Sollten Sie Forderungen gegen den Verein haben, können Sie diese bis spätestens 19. September 2020 bei mir schriftlich zur Insolvenztabelle anmelden. Alle mir bekannten Gläubiger habe ich unabhängig davon aber bereits gesondert angeschrieben und zur Forderungsanmeldung aufgefordert.
Sollten Sie im Zusammenhang mit dem Insolvenzverfahren sonstige Fragen haben, schicken Sie mir diese bitte formlos an die oben genannte E-Mail-Adresse.
n
Mit freundlichen Grüßen
Friedemann Schade
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Insolvenzrecht

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Beitrag Sa 25. Jul 2020, 20:09

Re: News und Gerüchte

ECC Preussen Berlin lösen sich auf

(RLO) Der ECC Preussen Berlin ist Geschichte. Der 2004 gegründete Verein, inoffizieller Nachfolgeverein der Berlin Capitals, meldete Insolvenz an, nun wird der Verein aufgelöst. Nach Angaben des Insolvenzverwalters gebe es kein tragfähiges wirtschaftliches und sportliches Konzept. Zuletzt sind bereits viele Mitglieder aus dem Verein ausgetreten. Eine Fortführung des Vereins war nicht mehr möglich.

Die ECC Preussen hatten im Laufe ihrer Vereinsgeschichte immer wieder finanzielle Probleme, so dass es bereits 2011 ein Insolvenzverfahren gab. Die 1.Mannschaft der Preussen spielte viele Jahre in der Oberliga Ost, Oberliga Nord und Regionalliga Ost, wo mehrfach der Meistertitel geholt wurde. Auch in der wegen der Corona-Pandemie abgebrochenen letzten Saison wurden die Preussen zum Meister gekürt (zusammen mit den Schönheider Wölfen).

Die 1b-Mannschaft, die in der Landesliga Berlin angesiedelt war, hat sich komplett dem ESC 2007 Berlin, der sich vor kurzem in Berliner Schlittschuh-Club umbenannt hat, angeschlossen. Viele Spieler der 1.Mannschaft des ECC werden sich wohl ebenfalls dem BSchC, der eine Teilnahme an der Regionalliga Ost anstrebt, anschliessen.

Icehockeypage

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Beitrag Di 28. Jul 2020, 19:18

Re: News und Gerüchte

So, das war’s dann: der ECC Preussen Berlin e.V. ist Geschichte.

Um Mißverständnissen vorzubeugen: Ich bin vor einigen Jahren als Vizepräsident der Preussen ausgeschieden, äußere mich hier ausdrücklich privat und gebe meine ureigene höchstpersönliche Meinung wieder. Dies ist KEIN Statement des letzten (mehr oder weniger) aktiven Vorstandes des Vereins.

Nun zu den Fakten: die Preussen sind weg, das ist für sich eine traurige Sache. Allerdings meldet sich mit dem Berliner Schlittschuh-Club 1893 zeitgleich ein – oder besser: DER Berliner Traditionsverein zurück und bietet vielen Preussen eine neue sportliche Heimat. Der Übergang findet glücklicherweise recht harmonisch statt und ich bin froh über diese Entwicklung.

Aber ganz so einfach ist es natürlich nicht, wenn ein bekannter Verein mal eben so verschwindet. Natürlich gibt es nach dem Zusammenbruch des ECC Preussen viele Reaktionen und Kommentare auf den verschiedensten Kanälen: Manche haben es schon immer gewußt, manche trauern besseren Zeiten hinterher, andere freuen sich hämisch, wieder andere sind einfach enttäuscht, viele wissen über Mißwirtschaft und Größenwahn zu berichten – es werden Ex-Vorstände beschimpft und auch sonst wird viel Emotionales, viel Richtiges und allerlei Unsinn verbreitet.

Es darf glücklicherweise jeder seine Meinung haben und äußern, aber man sollte sich dabei auch ein wenig an die Fakten halten: Der ECC Preussen Juniors Berlin wurde gegründet, um dem Nachwuchs eines insolventen Vereins die Möglichkeit zu geben, seinen Sport weiter auf hohem Niveau ausüben zu können. Der Nachwuchs war von Anfang an das Herz des Vereins – flankiert von einem gut funktionierenden Herrenteam, zu dem die Jüngeren aufschauen können. So haben es die Vorstände inklusive meiner Amtszeit betrachtet und entsprechend gehandelt. Ausnahme war ein bayerischer Scharlatan, der sich 2011 mit falschen Versprechungen zum Präsidenten wählen ließ und dann glaubte von einer durch ihn eingeleiteten Insolvenz des Vereins irgendwie profitieren zu können. Die Mitglieder haben das nicht zugelassen und auch die Insolvenz wurde abgewendet – viel Aufregung damals, viel Nerverei und am Ende bleibt dieser Kurzzeitpräsident nur ein Treppenwitz der Berliner Eishockeygeschichte.

Aber in dieser Zeit hat sich der große Zusammenhalt im Verein gezeigt und man hat weiterhin gemeinsam auf ein Ziel hingearbeitet: dem Nachwuchs leistungsorientierten Sport anzubieten. Das war sehr aufwendig, hat viele Kräfte und Geld gekostet und ich möchte allen danken, die sich damals so stark engagiert haben und sich den Dienst des Vereins gestellt haben. Ausdrücklich ausgenommen sind der Berliner Eissport-Verband und das Sportamt Charlottenburg. Man hatte mich bei meinem Amtsantritt in diesem Zusammenhang vor bizarren Zwergen und Riesenquallen gewarnt – ich wollte das nicht glauben und war dann überrascht, wie wenig Unterstützung man von einem Dachverband und einer Behörde so bekommen kann. Aber geschenkt, über solche Kleingeister kann man milde lächeln und kleingekriegt haben sie den Verein auch nicht.

Das haben dann Akteure innerhalb des Vereins übernommen. Spätestens als sich ein Vizepräsident für die Verpflichtung von Uli Egen als Trainer für die Erste Mannschaft feiern ließ, war klar, dass sich die Prioritäten geändert hatten. Plötzlich war die Selbstinszenierung wichtiger als der Verein: durch die Verpflichtung des Trainers mit dem großen Namen wurden nämlich bestehende Absprachen mit einem anderen Trainer inklusive umfassendem Nachwuchskonzept gebrochen. Im Anschluß verringerte sich die Anzahl der Eishockeyfachleute im Verein dramatisch, plötzlich verlor der Nachwuchs seinen Stellenwert und von nun an ging‘s steil bergab:

Die Chefetage meldete mit der DNL2 und Schüler-Bundesliga B die Alleinstellungsmerkmale des Vereins ab, reagierte nicht auf mehrfache Kooperationsangebote und dringende Kooperationsbitten anderer Vereine, schickte die U20 dann ohne Trainer in die vierte Nachwuchsliga um die Norddeutsche Meisterschaft – so eine Art bessere Hobbyliga, die die Jungs und Mädels dann auch ohne Trainer gewannen. Leider reicht das nicht, um Strahlkraft für Talente zu entwickeln oder für Neuzugänge irgendwie interessant zu sein. So wurde die U20 schließlich nach dieser Meisterschaft aufgelöst und ein weiterer Vizepräsident machte dann auch noch das U20-Team selbst dafür verantwortlich: „Die hätten sich ja kümmern können, dass andere Spieler kommen!“ Grenzenlose Ignoranz.

Und die Finanzen? Dazu gibt es ja die meisten wissenden Kommentare und es wird gerne mal über „jahrelange Mißwirtschaft“ gesprochen: Es ist ein großer finanzieller Aufwand, schon den jüngeren Altersklassen ein hohes Trainingsniveau anzubieten, die älteren in den DEB-Ligen spielen zu lassen und eine Erste Herrenmannschaft möglichst in der Oberliga zu etablieren. Das hat dazu geführt, dass wir uns schon vor Jahren zum Schutz des Vereins freiwillig in die Regionalliga zurückgezogen haben. Nach zwei Jahren und zwei Meisterschaften war klar: die Mannschaft ist zu stark oder die Liga zu schwach – jedenfalls war die damalige Regionalliga auf Dauer unattraktiv und die meisten Mitglieder, Fans, Spieler und Sponsoren wollten wieder in die Oberliga. Und zum Thema Größenwahn: wenn die Finanzierung nicht gestanden hätte, hätten wir es nicht gemacht. Ganz einfach. Jahresabschlüsse wurden geprüft, Vorstände zu meiner Zeit wurden entlastet. Was in letzten drei Jahren finanziell passiert ist, weiß ich nicht und will ich auch nicht beurteilen. Fakt ist: der Verein wurde ruiniert, sonst wäre er noch da.

Und was kommt jetzt? Es gibt viele Menschen, die sich über Jahre engagiert haben, die viel gegeben haben für ihre Preussen: Spieler, Eltern, Fans, Helfer, Sponsoren, Ehrenämtler. Es gab viele Emotionen, es gab Siege und Niederlagen, es gab Hoffnungen und Enttäuschungen. All das gehört einfach dazu und all das wird es weiter geben. Mir persönlich ist es eine Freude, dass die funktionierenden Teile der Preussen dazu beitragen können, dem Berliner Schlittschuh-Club 1893 neues Leben einzuhauchen.

Es gibt also weiterhin viel zu sehen für Preussen-Fans: die Saison der BSC-Regio, wenn sie denn zugelassen wird und deren Stamm aus dem (Mit-)Meisterteam der Preussen gestellt wird. Oder die Preussen-Wikinger in der Landesliga, die jetzt als BSC 1b antreten. Als Abonnement-Halbfinalist und dreifacher Meister werden die Jungs sicher auch dem Schlittschuh-Club viel Freude bereiten. Und mir ebenfalls.

Dann darf man auf den Nachwuchs des Schlittschuh-Clubs gespannt sein – auch hier sind ja viele Preussen gelandet. Die anderen haben sich als „Adler“ dem SCC Berlin angeschlossen. Wenn wir schon beim Thema Tradition sind: Der SCC gilt ja auch als Pionierverein des deutschen Eishockeys und war viermal Vizemeister. Ist schon lange her, aber immerhin.

Dann gibt es noch die aufgelöste Preussen-U20. Da haben sich relativ viele Spieler im Regio-Team der Berlin Blues zusammengefunden. Kein Meisterschaftskandidat, aber auch keine schlechte Truppe. Das schaue ich mir an – überhaupt könnte die Regionalliga-Saison eine sehr interessante Veranstaltung werden.

Genau wie die Frauenbundesliga mit Leonie Böttcher, Lisa Idschok und Joyce König bei den Eisbären (Ex-OSC-Eisladies) – auch diese drei erfolgreichen jungen Frauen haben wir lange im Preussen-Dress gesehen.

Und am Ende noch der Hinweis auf die neue DEL-Saison – wie auch immer sie stattfinden wird: Da werden wir vier Spieler mit Preussen-Grundausbildung sehen. Alle mit besonderem Talent und Ehrgeiz gesegnet und es wäre vermessen zu sagen, dass wir sie dahingebracht hätten, aaaaaber: alle vier waren lange beim ECC - von klein auf bis zur Schüler-Bundesliga - der Verein konnte ihr Talent fördern und die Möglichkeiten schaffen, dass sie sich weiterentwickeln. Später haben sie sich in anderen Vereinen und in höheren Klassen durchgesetzt. Und nun sehen wir sie in der DEL: Eric Mik und Nino Kinder bei den Eisbären, Taro Jentzsch in Iserlohn und Nico Appendino in München.

Es gibt wie gesagt genug zu sehen, an vielen Stellen schimmert ein klein wenig ECC Preussen Berlin durch, an anderen ein wenig mehr. So ist mir persönlich das schnelle Ende meines Herzensvereins eigentlich lieber als das, was da noch gekommen wäre.

Nochmals der Dank an alle, die diesen Verein jemals unterstützt haben, ob finanziell, tatkräftig, emotional oder wie auch immer und ich wünsche allen Spielern, Trainern, Eltern, Helfern, Fans, Ehrenämtlern, Sponsoren und Ehemaligen, dass jeder seinen Verein, sein Team, seine emotionale Verbindung findet.

Das war es schon.

Carsten Zimmermann
Ex-Vorstand
ECC Preussen Berlin e.V.

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Beitrag Mi 29. Jul 2020, 21:36

Re: News und Gerüchte

Zweite Ligakonferenz der Regionalliga Ost

Am Samstag, dem 25. Juli 2020, trafen sich die Vereine der Regionalliga Ost zur zweiten Ligatagung dieses Sommers. Die Sitzung unter Leitung von SEV-Präsident Lutz Michel und Ligenleiter Alexander Hedderich wurde erneut als Videokonferenz durchgeführt.

Bewegung gibt es noch im Teilnehmerfeld. Fristgerecht gemeldet haben Schönheider Wölfe, FASS Berlin, Chemnitz Crashers, Tornado Niesky, Eisbären Juniors Berlin, Berlin Blues, ESC Dresden und der Neuling ES Weißwasser Jungfüchse. Auch der ECC Preussen Berlin hatte eine Meldung abgegeben. Allerdings wurde inzwischen ein Insolvenzverfahren eröffnet, und der Verein wird nicht fortgeführt. Hingegen hat der ESC 07 Berlin, dessen Mitglieder vor einigen Tagen die Umbenennung in Berliner Schlittschuh-Club beschlossen haben, nunmehr wieder Interesse an der Teilnahme bekundet und die entsprechende Freigabe beim Berliner Eissport-Verband beantragt. Noch hat der Verein einige formale Hürden zu nehmen, aber die Weichen für eine Aufnahme in die Regionalliga Ost sind gestellt. Ob die Liga sogar die Soll-Teilnehmerzahl von zehn Vereinen erreicht, hängt von der weiteren Entwicklung in der Oberliga Nord ab.

Der Saisonstart wurde auf Ende September 2020 festgelegt. Das offizielle Eröffnungsspiel findet voraussichtlich am 25.09.20 statt, die Gegner werden zeitnah festgelegt. Der bereits im Mai beschlossene Modus wurde bestätigt. Nach der Hauptrunde, die bei neun Teilnehmern bis zum 03.01.21 laufen wird, teilt sich das Teilnehmerfeld in eine Obere Zwischenrunde mit fünf Teilnehmern und eine Abstiegsrunde mit vier Teilnehmer. Ab 19.02.21 beginnen die Meisterschafts-Play-offs (Ränge 1-4, Modus Best-of-5) und die Pokalrunde (Ränge 5-8, Modus Best-of-2). Das letztplatzierte Team der Abstiegsrunde ist sportlicher Absteiger in die Landesliga Sachsen oder Berlin.

Der Spielplan der Hauptrunde und die Durchführungsbestimmungen werden am 31.08.2020 veröffentlicht.

Bei der Planung geht die Regionalliga Ost davon aus, dass der Spielbetrieb mit Umsetzung des Hygiene- und Zuschauerkonzepts, welches DEB, DEL und DEL2 kürzlich veröffentlicht haben, aufgenommen werden kann. Die Vereine arbeiten gemeinsam mit den Stadionverwaltungen daran, das Konzept an die örtlichen Gegebenheiten anzupassen. Maßgebend sind natürlich die Sächsische Corona-Schutz-Verordnung bzw. die SARS-CoV-2-Infektionsschutzverordnung Berlin.

Quelle: Pressemitteilung SEV
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